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Zähler-PIN blinken

Digitale Stromzähler geben die zweite Displayzeile mit Momentanleistung und Verbrauchshistorie erst nach Eingabe eines vierstelligen PINs frei. Eingegeben wird der PIN, indem die optische Taste am Zähler im richtigen Takt angeblinkt wird. Dieses Werkzeug übernimmt das Blinken mit der Taschenlampe Ihres Handys, ohne Anmeldung.

1. PIN eingeben

Den vierstelligen Zähler-PIN bekommen Sie von Ihrem Messstellenbetreiber, meist per Post.

2. Handy an die optische Taste halten und starten

Die optische Taste ist der runde, lichtempfindliche Punkt neben dem Display, bei den meisten Zählern oben rechts. Halten Sie die Kamera-LED etwa fünf Zentimeter davor und möglichst ruhig.

Von Hand blinken

Solange der Knopf gedrückt ist, leuchtet die LED. Damit wechseln Sie im Menü zwischen den Anzeigen (kurzer Impuls, unter vier Sekunden) und rufen Unterfunktionen auf oder verlassen sie wieder (langer Impuls, ab fünf Sekunden).

Kurzer Impuls bleibt unter 4 Sekunden, ein langer beginnt ab 5 Sekunden.

Kommt die erste Ziffer eins zu niedrig heraus, hat der Zähler den ersten Ziffernimpuls verschluckt: verlängern Sie zuerst die Pause nach den Vorimpulsen, sonst stellen Sie die Vorimpulse auf 3, dann geht ein Weckimpuls voraus. Kommt sie eins zu hoch heraus, ist ein Vorimpuls zu viel, dann auf 2 zurückstellen. Stimmen einzelne spätere Stellen nicht, verlängern Sie Impulsdauer und Pause zwischen den Impulsen. Springt der Zähler zu früh auf die nächste Stelle, verkürzen Sie die Ruhephase.

Impulsdauer: 350 ms

Pause zwischen Impulsen: 350 ms

Ruhephase zwischen den Stellen: 3500 ms

Vorimpulse vor der PIN-Eingabe: 2

Pause nach den Vorimpulsen: 1500 ms


Dieselbe Eingabe mit einer normalen Taschenlampe

  1. Optische Taste einmal kurz anleuchten. Der Zähler zeigt den Displaytest, alle Symbole leuchten auf. Passiert nichts, hat der erste Impuls nur das Display geweckt, dann einfach noch einmal blinken.
  2. Ein zweites Mal kurz anleuchten. Im Display erscheint die PIN-Aufforderung0 - - -.
  3. Erste Stelle: so oft kurz anleuchten, wie die Ziffer groß ist. Eine Null wird nicht angeblinkt, die Anzeige steht bereits auf 0.
  4. Etwa drei Sekunden nichts tun. Der Zähler schaltet selbst auf die nächste Stelle weiter.
  5. Schritte 3 und 4 für die restlichen Stellen wiederholen. Nach der vierten Stelle prüft der Zähler den PIN und gibt die zweite Displayzeile frei.

Was der PIN am Stromzähler freischaltet

Die obere Displayzeile mit dem abrechnungsrelevanten Zählerstand ist immer sichtbar. Die zweite Zeile mit Momentanleistung und Verbrauchshistorie gehört dagegen nur Ihnen und ist deshalb durch einen vierstelligen PIN geschützt.

Die optische Taste

Digitale Stromzähler haben statt einer mechanischen Taste einen lichtempfindlichen Sensor neben dem Display, bei den meisten Modellen oben rechts. Jedes Anleuchten mit einer Taschenlampe zählt als ein Tastendruck. Manche Zähler haben zusätzlich eine echte Taste, die genauso funktioniert.

Momentanleistung in Watt

Nach der PIN-Eingabe zeigt die zweite Displayzeile unter dem Kürzel P die aktuelle Leistungsaufnahme aller eingeschalteten Geräte. Bei einer PV-Anlage sehen Sie dort die momentan erzeugte oder eingespeiste Leistung.

Zwei Jahre Verbrauchshistorie

Der Zähler speichert 730 Tageswerte. Über die Kürzel 1d, 7d, 30d und 365d rufen Sie den Verbrauch der letzten 24 Stunden, 7 Tage, 30 Tage und 365 Tage ab, jeweils rückwärts vom aktuellen Tag. Ein Abruf zu einem bestimmten Datum ist nicht vorgesehen.

Woher der PIN kommt

Der vierstellige PIN wird vom Gerätehersteller zufällig vergeben, ist fest dem Zähler zugeordnet und lässt sich nicht ändern. Sie fordern ihn beim Messstellenbetreiber an, meist Ihr Netzbetreiber. Verschickt wird er aus Sicherheitsgründen fast immer per Post, nicht telefonisch.

Fehleingabe sperrt nichts

Ist der PIN falsch, springt die Anzeige einfach in den Normalbetrieb zurück. Es gibt keine Sperre und kein Limit, Sie können die Eingabe beliebig oft wiederholen. Eine Korrektur während der Eingabe ist allerdings nicht möglich, bei einem Vertipper starten Sie neu.

Einmal freischalten genügt oft

Nach der ersten erfolgreichen Eingabe können Sie am Zähler entscheiden, ob der PIN-Schutz weiter aktiv bleiben soll. Bleibt er aus, zeigt die zweite Displayzeile die Werte dauerhaft, ohne erneute Eingabe.

Moderne Messeinrichtung, iMSys und der Zähler-PIN

Seit dem Messstellenbetriebsgesetz werden alte Ferraris-Zähler durch moderne Messeinrichtungen ersetzt. Diese digitalen Zähler messen weiterhin nur vor Ort und senden von sich aus keine Daten. Kommt ein Smart-Meter-Gateway dazu, das die Werte verschlüsselt an Netzbetreiber und Lieferant übermittelt, spricht man von einem intelligenten Messsystem, kurz iMSys. Pflicht ist das unter anderem bei höherem Jahresverbrauch und bei PV-Anlagen ab einer bestimmten Leistung.

Für die Anzeige am Gerät macht das keinen Unterschied: Der PIN, den Sie hier blinken, schützt in beiden Fällen die zweite Displayzeile der Messeinrichtung selbst. Er hat nichts mit den Zugangsdaten zum Gateway oder zum Kundenportal Ihres Netzbetreibers zu tun.

Häufige Fragen zum Zähler-PIN

Beim Messstellenbetreiber, das ist in der Regel Ihr örtlicher Netzbetreiber, bei manchen Anlagen auch ein wettbewerblicher Anbieter. Bereithalten sollten Sie Zählernummer, Kundennummer und die Adresse der Verbrauchsstelle. Die meisten Netzbetreiber verschicken den PIN ausschließlich per Post, auch wenn Sie ihn vergessen haben.

Zweimal kurz die optische Taste anleuchten, bis im Display die PIN-Aufforderung 0 - - - erscheint. Dann die erste Ziffer so oft anblinken, wie die Ziffer groß ist, eine Null wird nicht angeblinkt. Nach etwa drei Sekunden Ruhe schaltet der Zähler selbst auf die nächste Stelle weiter. Das wiederholen Sie für alle vier Stellen, danach prüft der Zähler den PIN.

Ab iOS 17.5 darf Safari die Kamera-LED schalten, dort funktioniert das Werkzeug. Ältere iPhones geben die Taschenlampe nicht an den Browser weiter. Auch In-App-Browser, etwa der in Instagram oder Facebook, blockieren den Zugriff häufig. Öffnen Sie die Seite dann direkt in Safari oder Chrome oder nutzen Sie eine normale Taschenlampe.

Die Taschenlampe eines Handys ist technisch Teil der Kamera. Browser geben die LED nur über einen aktiven Kamerazugriff frei. Das Werkzeug liest kein Bild aus, zeigt keine Vorschau und überträgt nichts. Wird die Seite geschlossen oder in den Hintergrund gelegt, schaltet sich die LED sofort ab.

Nein. Der PIN wird nur im Browser verarbeitet, um daraus die Blinkfolge zu berechnen. Er wird nicht gespeichert, nicht an einen Server gesendet und ist nach dem Neuladen der Seite wieder weg.

Eine moderne Messeinrichtung (mME) ist der digitale Zähler selbst, er speichert Werte lokal und sendet nichts. Ein intelligentes Messsystem (iMSys) ist dieselbe Messeinrichtung plus ein Smart-Meter-Gateway, das die Werte verschlüsselt übermittelt. Der PIN für die zweite Displayzeile sitzt in beiden Fällen im Zähler, nicht im Gateway.

Die Bedienung über die optische Taste ist bei den verbreiteten Geräten von EMH, Easymeter, DZG, eBZ, Logarex und Iskra gleich aufgebaut, die Taktung unterscheidet sich aber leicht. Verschluckt Ihr Zähler Impulse, verlängern Sie in den erweiterten Einstellungen die Impulsdauer und die Pause zwischen den Impulsen.

Nach erfolgreicher PIN-Eingabe wechseln Sie mit kurzen Impulsen zwischen den Anzeigen der zweiten Zeile (P, E, 1d, 7d, 30d, 365d). Ein langer Impuls ab etwa fünf Sekunden öffnet eine Unterfunktion oder verlässt sie wieder. Genau dafür ist der Knopf zum Blinken von Hand gedacht.

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